Das ist ja nicht gesellschaftsfähig!

Das ist ja nicht gesellschaftsfähig!

Wie oft habe ich schon versucht anders zu sein?

„Wie viele Kilowattstunden wohl zusammen kommen würden, wenn wir all die Energie messen könnten, die wir darauf verwenden anders zu sein, als wir sind?

Ich glaube, ich könnte mit der von mir hierfür aufgebrachten Energie ein kleines Ein-Familien-Haus mit Wärme und Licht versorgen. Mindestens so lange bis die Kinder ausziehen.“ Diesen Satz schrieb vor einigen Tagen eine liebe Bekannte in ihrem Blog (Petra Huber, http://zopfmaid.de).

Und ich kann mich der Meinung nur anschließen! Bereits in der Kindheit hab ich mir gedacht ich müsste anders sein, um beispielsweise mit allen Kindergartenkindern gut auszukommen, anders zu sein um die oder den als Freund zu haben.

Ich habe viel Energie darauf verwendet Dinge wegzuschieben, Situationen zu verdrängen, Kränkungen in innere Kämmerchen einzusperren.

Ich habe ganz viel Energie dafür verwendet „gesellschaftsfähig“ zu sein. Alles musste perfekt sein! Ich gab mir solche Mühe! Denn ich wusste, dass ich nicht perfekt bin.

 

Schon als Kind konnte ich richtig wütend und zornig sein – nicht nur brav und nett.

Ich konnte es aushalten wenn ich mein Zimmer nicht zusammenräumte – meistens jedoch mochte ich es wenn alles super schön und tiptop war. So wusste ich als Teenie sofort wenn jemand in meinem Schreibtisch etwas suchte.

Ich projizierte eigene blinde Flecken auf andere (zB auf meine Familie, später auf meinen Partner) – weil ich mir selbst nicht eingestehen konnte dass ich was vermurkst hatte.

Ich konnte mich als Opfer sehen – weil es mir zu anstrengend war die Verantwortung für mich selbst zu übernehmen.

 

Das ging mehr als drei Jahrzehnte gut. Es war eine bekannte Strategie.

Kennst du sowas auch?

 

Mein Leben änderte sich, als mich wieder einmal das Leben mit voller Wucht traf. Dieses mal ging es aber nicht um mich, sondern um mein Kind – und das ist eine richtig harte Bandage.  Wir bekamen die Diagnose, dass unser Kind eine Verhaltensentwicklungsstörung hat. Lange versuchte ich die Diagnose in ein Kämmerlein zu sperren. So was ist ja nicht „gesellschaftsfähig“.

Mein Glaubenssystem – geprägt von meinen Gedanken – sagte: „Sei einfach normal! Tu wenigstens so als wärst du normal! Deine Familie hat auch normal zu sein! Nur nicht auffallen!“

 

Ich verbrauchte bis dahin schon sehr viel Energie um angepasst zu sein – „nur nicht damit auffallen, dass ich die Energie im Energiefeld lesen kann“, und jetzt noch dazu: „nur nicht auffallen das dein Kind „anders“ ist“.

Und als dann dieses prägende Ereignis in mein Leben kam musst ich noch mehr Energie zum kaschieren dieser Tatsachen verwenden.

Nach einiger Zeit merkte ich, dass es mir sooo viel Kraft kostet. Ich verdrängte die Realität und das kostet Energie. Ich wurde müder, gereizter und schließlich merkte ich dass ich krank werde, wenn ich meine innere Einstellung nicht ändere.

Natürlich habe ich von diesem Phänomen in meinen energetischen Ausbildungen gehört. Aber wenn es andere Betrifft ist das ja „eh klar, dass man das versteht“. Es sich selbst einzugestehen und Probleme aus dem eigenen „Schattenreich“ wieder ins reale Leben zu holen ist eine andere Sache.

Ich möchte einfach keine Masken mehr aufsetzen! Ich möchte nicht einfach nur „gesellschaftsfähig“ sein.
Ich möchte leben! Ich möchte authentisch sein! Ich möchte echt und ehrlich sein! Mit allen Talenten die ich habe. Und mit meiner Familie die ich habe und liebe.

 

Mein Aszendent ist Skorpion und der unterstützt mich immer wieder dabei, dass ich mich mit Hintergründen und Tiefen auseinandersetze. Und da darf und will ich vor mir selbst keine Ausnahme machen. Also ran ans Thema „Schattenseiten“.

Rüdiger Dahlke schreibt im Buch „Das Schattenprinzip“ sehr eindrücklich davon, dass Projektionen das Abschieben von Verantwortung ist. Die eigene Kraft wird in das Schattenreich abgeschoben. Man möchte in diesem Moment lieber Kind sein und irgendjemand soll die Mutterrolle übernehmen – Hilfe! Ich kann das jetzt nicht … 😉

 

Rüdiger Dahlke schreibt in seinem Buch auch, dass wir alles ins Schattenreich stoßen, was wir an uns selbst nicht leiden können, oder andere uns sagen dass wir so nicht sein sollen. Es kommt auch alles ins Schattenreich was nicht „gesellschaftsfähig“ ist. –Beispielsweise das nicht wahrhabenwollen von ungemütlichen aber lebensnotwendigen Emotionen wie Wut und Angst.

In diesem Schattenreich liegen fest verschlossen all die Dinge, die wir an uns selbst nicht mögen, alle Eigenarten die bis jetzt nicht gut angekommen sind. Diese Punkte sind der Grund warum wir uns jetzt ändern möchten. Das wir diese „Dinge“ nicht an uns mögen kann viele Ursachen haben.

In den Schatten verbannt, sind sie dort fest verschlossen, meistens zumindest.
Es gibt zwar die Möglichkeit sie wieder ins „Leben“ zu holen. Das bedarf aber bewusster Arbeit und Anstrengung.

Das „Problem“ ist nur, dass durch das anpassen und abschieben ungeliebter Eigenschaften der Mensch immer „unlebendiger“, fahler, fader und voller Masken wird.

Er/Sie ist nicht mehr echt, nicht mehr authentisch, nicht mehr lebendig.

Rüdiger Dahlke schreibt, dass es erstrebenswert ist, sich seine Schattenseite anzusehen und die abgeschobenen Eigenschaften wieder rauszuholen. Das beinhaltet wundervolle Geschenke und vor allem wieder LEBEN, geistiges Wachstum und persönliche Entwicklung.

 

 

Na das hört sich ja alles recht positiv aber doch anstrengend an! Aber wie hilft mir das jetzt die Diagnosestellung meines Kindes besser annehmen zu können?

Achtsamkeit ist der erste Schritt zur Bewusstwerdung! Das bestätigt sich in meinem Leben immer wieder.

 

  • Ich hab mir mal überlegt, welche Eigenschaften es sind, die ich an seinem Verhalten nicht mag.
  • Dann hab ich mir gedacht, ob ich diese Eigenschaften in mir auch kenne?
  • Als dritten und entscheidenden Punkt habe ich mir überlegt, ob und wann ich diese Eigenschaften in mir in meinen Schatten abgeschoben habe. Denn ich gehe offensichtlich damit in Resonanz, also hat es auch was mit mir zu tun.

Und siehe da, ich bin fündig geworden! Wow, welche Erkenntnis!

 

Ich habe mir gleich dazu einen Schutzkreis selbst kreiert. Vielleicht willst du ihn nachmachen?

Das unten angeführte Dreieck hat Rüdiger Dahlke in seinem Buch vorgestellt und ich nehme es als Vorlage für meinen Schutzkreis.

  • Ich teste aus, an welcher Stelle im Schatten (schwarze Seite) das Resonanzfeld (blauer Kreis) liegt. (Wenn du nicht testest spüre einfach rein, wo das Resonanzfeld ist.)
  • Ich hab es mit meinem Namen, dem Thema und meinem damaligen Alter, als ich das Thema in mir in den Schatten abgeschoben habe, markiert.
  • Danach habe ich die passenden Symbolkarten (von Ingrid Auer®) ausgetestet und genau auf das Resonanzfeld im Schattenbereich gelegt.

Mein Ziel ist es lebendiger zu sein und meine Eigenschaften nicht in dunkle Kämmerlein einzusperren sondern wieder ans Tageslicht zu holen.

Wie geht es dir mit den Schattenthemen deines Lebens? Kannst du annehmen, dass auch du Schattenbereiche hast? Kennst du die Themen deines Schattens, die Bereich die du an dir nicht magst und abgeschoben hast?

 

Rüdiger Dahlke stellt im Buch „Das Schattenprinzip“ ein Dreieck  vor, das er in die Lichtseite und die Schattenseite unterteilt. Dort wo Licht ist, ist auch Schatten. Und dort wo Schatten ist, ist auch Licht. – Glücklicherweise bei jedem Menschen auf dieser Welt.

 

An der Basis des schwarzen Dreiecks (Schattenseite) steht die größte Verdrängung im Leben – das von dem man sich am meisten fürchtet, das was man überhaupt nicht wahrhaben möchte, das was man für sein eigenes Leben schon abgeschrieben hat (obwohl es das eigene Leben lebenswert machen würde).

Die Breite der Lichtseite stellt symbolisch die Größe des Geschenks dar, wenn man in die Schattenseite hineinschaut und die verdrängte Eigenschaft von sich selbst wieder rausholt, reinigt und dann im Leben integriert.

Schattenseite                   Lichtseite

 

Was fällt dir zu deiner Schattenseite ein? Was hast du verdrängt weil du es nicht länger in deinem Leben haben wolltest?

Welche Situation oder Verletzung hast du in das Schattenreich verstoßen weil du es noch nicht verarbeiten konntest?

 

Nach Rüdiger Dahlke hat die Schattenseite auch eine Lichtseite, das heißt ein wundervolles Geschenk – wenn du das Verdrängte wieder in dein Leben holst.

 

Ich wäre nicht ich, würd ich nicht aus allem einen Schutzkreis machen. So habe ich aus dem Schatten- und Lichtdreieck einen Schutzkries für mich gelegt.

Vielleicht willst du so einen Schutzkreis auch für dich legen?

So bin ich vorgegangen:

Ich verwende dafür die Symbolkarten von Ingrid Auer ®.

 

Ich habe eine Karte (1) für die Basis der Schattenseite gezogen (stärkste Verdrängung) und dazu eine Karte (2) für die Basis der Lichtseite (größtes Geschenk).

Die dritte Karte (3) habe ich für die Mitte der Schattenseite gezogen (mittelstarke Verdrängung) und für das mittelgroße Geschenk (4) auf der Lichtseite eine Karte.

 

Die fünfte Karte (5) habe ich für die Verdrängung auf der Spitze gezogen, diese ist mir schon bewusst. Und eine Karte (6) für das Geschenk wenn ich diese Verdrängung in mein Leben integriere.

Bei mir war ein Punkt den ich aus der Schattenseite rausgeholt habe, der dass ich keine „perfekten“ Kinder haben muss. Denn was ist schon perfekt? Laut Dahlke ist Perfektion der Zustand in dem sehr viel in das Schattenreich abgeschoben wird und man nur mehr angepasst und nicht mehr authentisch ist.

Ich liebe meine Kinder und meine Familie. Und auch wenn meine Kinder das nicht immer so „gesellschaftsfähig“ äußern können wie andere Kinder, lieben auch sie mich. Und das ich es was zählt. Denn wenn ich die Schönheit im inneren sehen kann, ist es das größte Geschenk – ich selbst werde dadurch weich, offen und herzlich. Und das ist eindeutig lebendig!

 

In diesem Sinne wünsche ich dir einen wundervollen April mit vielen lichtvollen und liebevollen Momenten!

Herzlichst,

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Portrait

Elisabeth

 

 

PS: Für einen Energetischen Ausgleich oder ein Energetisches Coaching kannst du gerne mit mir Kontakt aufnehmen.

Du erreichst mich am Besten mit diesem Kontaktformular:

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